Austausch und Partnerschulen

Wer nach Spanien will, muss früh aufstehen

Von Hannah Spieß, 9b

Am Mittwoch, den 14. Oktober startete früh morgens unser Flugzeug zum Austausch nach Barcelona. Frau Alba Nino und Frau Löw begleiteten unsere Gruppe aus 21 Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse zur Privatschule Mare de Déu dels Ángels in Barcelona. Jeder war gespannt und wollte die Austauschpartnerinnen und -partner und deren Familien besser kennen lernen. Genauso gespannt und freudig wurden wir von den Spaniern empfangen.

Der erste Tag in den Familien brachte viel Neues mit sich: Ein anderes Haus oder eine andere Wohnung, die fremde Sprache, die andere Kulturen und nette Spanier/innen. Trotzdem fühlte man sich schnell wie zu Hause. Wir hatten ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm vor uns. So besuchten wir am zweiten Tag ein gotisches Viertel, bevor wir abends zu einer kleinen Willkommensfeier eingeladen waren. Alle Spanier/innen waren sehr nett. Am Freitag ging es auf Barcelonas Hausberg, der sich Monjuich nannte. Am Abend gingen die meisten noch zu den Wasserfontänen von Monjuich (Fonts de Monjuich). Das Wochenende verbrachten wir „allein“ in den Familien, manches unternahmen wir mit den anderen der Austauschgruppe, manches machten wir aber auch nur in der Familie. Am Abend lernten wir spanische Spiele, unterhielten uns über Gemeinsamkeiten oder machten andere tolle Sachen mit unseren Austauschpartnern.

Am Montag stand dann die Sagrada Famìlia und der Parc Güell auf dem Programm, beides sind sehr beeindruckende Sehenswürdigkeiten. Die Sagrada Famìlia, die schon so hoch und groß ist, wobei noch ein gutes Dutzend Türme fehlen und trotzdem wurde alles genauestens durchgedacht. Der Park, den der  Künstler Gaudì mit einzigartigen Mosaiken gestaltet hat gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nach dem kulturellen Schwerpunkt mit den beiden Gaudì-Sehenswürdigkeiten stand mit dem Besuch im Freizeitpark Port Aventura eher der Spaß im Vordergrund. Den Tag im Park mit seinen riesigen und rasend schnellen Achterbahnen und Fahrgeschäften verbrachten wir zusammen mit den Spaniern.

IMG_0903 (Andere)Am Mittwoch durften wir dann nach einer zweistündigen Fahrradtour in den Unterricht. Es waren ganz unterschiedliche Fächer dabei wie z.B. Sport, Physik und Chemie, Englisch, Deutsch, Theater. In der Schule fiel eines sofort auf: Die Schuluniform – für uns etwas ganz Neues. Manchmal kam man sich ziemlich anders vor. In Sport müssen alle weiße Turnschuhe tragen, Sportbekleidung ist nicht nötig, die Schuluniform ist ausreichend bequem. Auch im richtigen Schulgebäude gelten andere Regeln. Man darf sich nicht auf den Boden setzen, wenn man zu spät ist muss man erst mal unten warten, bis man zum Klassenraum darf und das Gebäude, das von außen so aussieht wie ein normales Haus, ist zugeschlossen.

Am Donnerstag stand wieder ein Ausflug mit den Spaniern an. Wir fuhren mit der morgens immer vollen Metro nach Sitges. An diesem strahlend blauen Tag machten wir eine Stadtführung und verbrachten den Rest des Tages am schönen Strand. Abends gingen wir noch zu einer tollen Verabschiedungsparty. Am nächsten Tag hieß es dann schon nach 10 Tagen Abschied nehmen. Das einzige was uns aber blieb war uns zu freuen, sie im nächsten Jahr Mitte April wiederzusehen. Um 11 Uhr landete die Maschine wieder in Deutschland und unser Besuch in Spanien endete.