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Erfolgreich bei der Hackathon-Premiere

Oft denkt man beim Begriff „Hacker“ an bösartige Computerfreaks, die mit unlauteren Mitteln in fremde Computernetzwerke eindringen. Dabei ist ein Hack einfach ein Trick, den man auch sinnvoll einsetzen kann. Mit welchen Hacks sich verschiedene technische Komponenten, Softwareplattformen und internetfähige Alltagsgegenstände verbinden lassen, erkundeten beim Hackathon Stuttgart vom 27. bis zum 29. Oktober im Römerkastell Stuttgart gut 160 Technikbegeisterte aus der Region. Im Wettstreit hatten die 33 Teams 48 Stunden Zeit, um zum Beispiel aus Microcontrollern und Sensoren einen Roboter zu konstruieren, der sich selbsttätig im Garten bewegt. An definierten Punkten wird die Bodenfeuchtigkeit gemessen, um so die Bewässerung zu optimieren.

Organisiert und gesponsert wird der Hackathon seit mehreren Jahren von der Sindelfinger IT-Firma logicline. Weitere namhafte Sponsoren sind Firmen wie Kärcher, car2go oder auch die Maschinenbauer Trumpf und Lenze. Die Firmen kommen für Location, Verpflegung und Preisgelder auf und treten so in Kontakt mit Studierenden und jungen Fachkräften, die neue Ideen mitbringen. Und der Plan geht auf, so erfreut sich die Veranstaltung über eine stetig steigende Teilnehmerzahl.

Erstmals dabei waren zwei Schulteams, die in einer eigenen Wertung gegeneinander angetreten sind. Mit einer gehörigen Portion Ehrfurcht starteten die beiden Teams des Stiftsgymnasiums Sindelfingen und des Ferdinand-Porsche-Gymnasiums Zuffenhausen. Doch erstmal angefangen ließen sich die Schüler auch von Rückschlägen wie defekten Speicherkarten oder inkompatiblen Microcontrollern nicht abschrecken und fanden alternative Lösungen, die auch zum Ziel führten. So wurde beispielsweise ein Arduino gegen einen Raspberry ausgetauscht. Die dafür benötigte Halterung spuckte der 3D-Drucker aus.

In der Jury-Wertung lag schließlich das Stiftsgymnasium um eine Nasenlänge vorne. Ihre Lösung eines gestengesteuerten Autos überzeugte. Das Ferdinand-Porsche-Gymnasium präsentierte eine sprachbasierte Steuerung für ein Auto, die jedoch noch auf eine Kabelverbindung zum Computer angewiesen war. „Wenig Schlaf, einige Problemchen, aber eine tolle Erfahrung“, fasst Teilnehmer Jannik Taubert seine Eindrücke zusammen. Und so wundert es auch nicht, dass beide Teams im nächsten Jahr wieder antreten wollen.