MINT - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik

Erfolgreich in den Jugend forscht Wettbewerb gesprungen

„Spring“, so lautete in diesem Jahr das Motto des Wettbewerbs Jugend forscht/Schüler experimentieren. Nach dem Regionalentscheid am 22. und 23. Februar 2018 in der Stadthalle Sindelfingen lässt sich sagen, dass sich der Sprung hinein in diesen Wettbewerb für das Stiftsgymnasium gelohnt hat. Das Stifts war mit sechs Schülergruppen in sechs verschiedenen Themenbereichen vertreten. Alle Stiftsschüler wurden von der Jury mit Preisen und vielen lobenden Worten bedacht. Außerdem erhielt das Stiftsgymnasium aufgrund der vielen überzeugenden Arbeiten als eine von vier Schulen den Schulpreis zugesprochen. Herzlichen Glückwunsch an Dorian Beck, Aditya Kumar, Benedikt Bender von Säbelkampf, Felix Buchta, Valentin Kececi, Klea Jusufi, Viktor Holst, Luis Nonnenmann, Robin Vogt und Nathanael Rölle zu diesem tollen Erfolg!Sie haben sich mit diesen Themen befasst:

Dorian Beck und Aditya Kumar im Fachgebiet Biologie mit dem Thema: „Hefe auf Tour! Bei welchen Temperaturen gärt Backhefe am besten?“

Dorian und Aditya ist aufgefallen, dass in Backrezepten angegeben ist, den Hefeteig in der Wärme gehen zu lassen, eine Temperaturangabe fehlt aber. Ihre Vermutung, die ideale Gärtemperatur liege bei etwa 30° Celcius, wurde im Experiment nicht bestätigt. Sie fanden heraus, dass es der Hefeteig gerne deutlich wärmer mag. Das überraschte sogar die Jury. Sie erhielten für ihre Forschungen einen Sonderpreis.
  

Benedikt Bender von Säbelkampf im Fachgebiet Physik mit dem Thema: „Welcher Flummi springt am höchsten?“

Benedikt erkannte, dass es große und kleine, leichte und schwere, einfarbige und bunte Flummis gibt. Ihn interessierte von was die Sprunghöhe der verschiedenen Flummis abhängt. Seine Vermutung, dass die Sprunghöhe von der Masse abhängig ist, konnte er in seinen Experimenten nicht bestätigen. Somit hat er aber schon wieder neue Ideen für Forschungen. Für seine tolle Arbeit erhielt er einen dritten Preis im Fachbereich Physik.
Felix Buchta und Valentin Kececi im Fachgebiet Technik mit dem Thema „Bottle-Flip zu 100%“

Felix und Valentin gehören zu den begeisterten Bottle-Flip-Spielern unserer Schule. Beim Bottle-Flip versucht man eine Flasche in die Luft zu werfen, so dass sie sich dreht und mit dem Flaschenboden wieder sicher zum Stehen kommt. Da dies selbst dem geübtesten Spieler nicht immer gelingt, wollten die beiden eine Maschine entwickeln, die den Bottle-Flip zuverlässich ausführen kann. Das gelang ihnen: Ihre Maschine hat eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 80%. Auch die Jury war vom Projekt begeistert und vergab an Felix und Valentin den ersten Preis im Gebiet Technik. Nun dürfen beide ihre Maschine nochmals beim Landeswettbewerb Ende April in Balingen vorstellen. Wir wünschen ihnen viel Erfolg!

 
Klea Jusufi im Fachgebiet Chemie mit dem Thema „Flüssigseife – natürlich und individuell

Klea mag andere Seifen als ihre Eltern und als ihr Bruder. Es ist daher immer schwierig, sich auf eine Seife zu einigen. So kam Klea auf die Idee eine Grundseife zu entwickeln, die jeder nach seinen eigenen Bedürfnissen weiter gestalten kann. Ihr war dabei wichtig vorwiegend auf natürliche Zutaten zurückzugreifen. So entwickelte sie eine Seife aus Efeu, die man individuell färben und mit Duftstoffen versehen kann. Um diese Seife immer frisch zu erhalten, hat sie einen dazu passenden Seifenspender und ein eigenes Design entworfen. Die Besucher ihres Standes zeigten sich alle sehr erfreut und nahmen gerne ein Fläschchen Seife mit. Auch die Jury war von der Idee sehr angetan und überreichte Klea einen Sonderpreis im Gebiet Chemie.

 
Viktor Holst, Luis Nonnenmann und Robin Vogt im Fachgebiet Arbeitswelt mit dem Thema „Flaschenformen – eine optische Sache oder hat das einen tieferen Sinn?“

Viktor, Luis und Robin fragten sich, warum fast jede Wasserflasche anders aussieht: es gibt Flaschen in verschiedenen Farben, verschiedener Größe, verschiedener Form, mit oder ohne Antirutschhilfe und aus verschiedenem Material. Die drei untersuchten, ob diese große Vielfalt wirklich Sinn ergibt. Dazu testeten sie die Flaschen im Alltagsgebrauch. Besonderen Wert legten sie auf das Einschenkverhalten. Dabei stellten sie einerseits fest, dass sich Flaschen in einem 135° Winkel am besten entleeren lassen. Außerdem  stellten sie fest, dass Flaschen, die einem Quader ähneln, schneller einzuschenken sind als solche mit einer hohen Kegelform. Damit konnten sie auch erklären, warum die Gastronomieflaschen mit ihrer hohen Kegelform für den Einsatz im Restaurant besonders geeignet sind: es sieht elegant aus, da das Wasser langsam in das Glas hinein fließt. Sie erreichten mit dieser kreativen Idee den zweiten Platz und einen Sonderpreis im Fachgebiet Arbeitswelt.

 
Nathanael Rölle im Fachgebiet Mathematik mit dem Thema „Besonderheiten bei Mustern im Kreis, die beim Einzeichnen von Divisionsresten entstehen“

Nathanael stellte fest, dass man Rechnungen in Kreise zeichnerisch übertragen kann, und dass dabei sehr schöne Muster entstehen. Er legte zwei natürliche Zahlen (Divisor und Faktor (kleiner Divisor)) fest. Dann multiplizierte er den Faktor mit Multiplikatoren, die allen natürlichen Zahlen von 0 bis zum Vorgänger des Divisors entsprachen. Das Ergebnis teilte er jeweils durch den Divisor und betrachtete nur den Rest der Division. Einen Kreis unterteilte er in „Vorgänger des Divisors“–Anteile und verband darin jeweils den Multiplikator mit dem Rest. Er fand heraus, dass man viele Dinge vorhersagen kann. All diese Kreise haben beispielsweise eine gemeinsame Spiegelachse. Auch konnte er vorhersagen, wie viele unterschiedliche Reste bei so einer Divisionsaufgabe überhaupt entstehen können, und dass beispielsweise die Kombinationen mit großem Divisor und Faktor 2 immer einen Herzbogen ergeben. Die Jury zeigte sich sehr beeindruckt und belohnte Nathanael mit dem ersten Preis im Gebiet Mathematik. Nathanael darf daher Ende April im Landeswettbewerb die schöne Seite der Mathematik präsentieren. Auch ihm wünschen wir dabei viel Erfolg!

Zeitungsberichte:

Bericht in der Sindelfinger Zeitung vom 24.02.2018
Bericht in der Kreiszeitung vom 24.02.2018
Bericht in der Stuttgarter Zeitung vom 24.02.2018