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Wer so fährt, zahlt mehr!

Autofahrer mit einem riskanten Fahrstil verursachen mutmaßlich mehr Unfälle als Wagenlenker mit einer gemäßigten Fahrweise. Doch die Autoversicherungen berücksichtigen das bisher nicht. Einen Prototypen für die Lösung dieses Problem bastelte das #StiftsHack-Schülerteam beim Stuttgart Hackathon 2018 in nur 48 Stunden (+ 1 Stunde Zeitumstellung).  Bei dieser Veranstaltung suchen sich technikbegeisterte junge Leute kreative Herausforderungen, wie Programme, Elektronikbauteile, Schnittstellen und Daten miteinander verbunden werden können, sodass etwas Neuartiges entsteht. Auch in diesem Jahr nahmen wieder zwei Schülerteams teil, eines vom Stiftsgymnasium, das andere vom Ferdinand-Porsche-Gymnasium Zuffenhausen.

Zusammen mit gut 200 anderen Hackern in 40 Teams wurde vom 26. bis zum 28. Oktober im Römerkastell Stuttgart programmiert, gelötet, gedacht und ausprobiert, immer mit der Herausforderung, wie weit man mit der Entwicklung in der begrenzten Zeit kommen kann. Denn am Ende werden die Resultate von einer Jury beurteilt. So wurden zum Beispiel Lösungen für eine bessere Postlogistik vorgeschlagen oder ein Weg präsentiert, wie aus dem lästigen Staubsaugen mittels virtueller Realität und Staubsaugerroboter-Zweikämpfen ein motivierendes Spiel werden kann.

Organisiert und gesponsert wird der Hackathon seit mehreren Jahren von der Sindelfinger IT-Firma logicline. Weitere namhafte Sponsoren sind Firmen wie Bosch, Kärcher, car2go, TeamViewer oder auch die Maschinenbauer Festo und Lenze. Die Firmen kommen für Location, Verpflegung und Preisgelder auf und treten so in Kontakt mit Studierenden und jungen Fachkräften, die neue Ideen mitbringen.

Das Schülerteam aus Sindelfingen kombinierte Daten von Beschleunigungssensoren eines Kraftfahrzeugs mit der Datenschnittstelle der Versicherung getsafe. Bei einem zu rasanten Fahrstil meldet der Bordcomputer umgehend eine Anpassung der Versicherungsbeiträge. Dargestellt wurde die Idee mithilfe eines ferngesteuerten Autos. Das Team der Ferdinand-Porsche-Gymnasiums zeigte, wie sich mithilfe eines kleinen Kugel-Roboters ein Arcade-Spiel steuern lässt. Dazu wurde neben der Programmierung der Spiele auch eine Objekterkennung eingebunden, die dem Computer die Position des Kugelbots rückmeldete.

Die Jury konnten beide Gruppen überzeugen. Nach der Aufsummierung aller Punkte lagen beide Teams gleichauf, sodass zwei erste Plätze vergeben wurden. Beiden Teams herzlichen Glückwunsch!