Über die Schule hinaus

Workshop in der Zirkusschule

Einmal am ganz großen Rad drehen und von den Profis lernen. Das haben unsere Zehntklässler Philine Härtweg und Felix Schubert an einem Wochenende Anfang Oktober erleben dürfen. Unsere Zirkus-AG trainiert ja nicht nur während der AG-Zeiten, sondern inzwischen empfiehlt Zirkusdirektorin Iris Cornelsen ihren Eleven Weiterbildungen und Workshops. Wer mehr darüber wissen möchte, kann hier den Bericht von Philine Härtweg lesen. 

Von Philine Härtweg (10b)

Das Wochenende vom 4.10. bis 7.10. wurde von der Jugendvertretung der Bundesagentur für Zirkuspädagogik organisiert. Als Lokalität diente uns der Circartivehof Pimparello in Gschwend. Es kamen Zirkusmenschen aus ganz Deutschland im Alter zwischen 14 und 26 angereist.

Nach unserer Ankunft mit dem Bus wurden wir auf die Häuser aufgeteilt. Ab 18 Uhr gab es Abendessen, und uns wurden die Workshops vorgestellt, in die wir uns später eintragen konnten. Man durfte sich für drei Workshops entscheiden, zur Auswahl standen: Jonglage, Laufkugel, Cyr-Wheel, Partnerakrobatik, Flugtrapez, Strapaten, Vertikalseil und Theorie zu Zirkuspädagogik. Nach dem Abendessen gab es dann noch eine große Vorstellungsrunde. Danach konnten wir tun, was wir wollten, unter anderem gab es auch ein freies Training. Und so konnten wir auch mit den anderen Teilnehmern Elemente und Tricks austauschen, ausprobieren und üben.

Nach dem Frühstück gab es ein gemeinsames Warm-Up. Danach haben wir uns zu unserem ersten Workshop begeben. Ich habe mich für Partnerakrobatik eingetragen. Nach ein paar Vertrauensübungen und grundlegenden Elementen durften wir selbst einige zusammenhängende Elemente lernen. Nach drei Stunden üben und ausprobieren und einer kurzen Pause gab es schließlich ab 13 Uhr Mittagessen. Wir hatten noch bis 15 Uhr Mittagspause und es wurden zwei Aktivitäten angeboten. Man konnte mit den Pferden vom Hof einen Ausritt durch den Wald machen, oder mit den Alpakas eine Runde durch den Wald drehen; die Alpakas musste man an einer Leine führen, damit diese nicht einfach so ausbüxen können. Man durfte auch an dem kleinen Kletterturm mit Sicherung klettern. Als wir wieder zurück und die Tiere wieder in ihrem Gehege waren, sind wir gleich zu unserem nächsten Workshop gegangen. Ich war am Flugtrapez, und es sieht viel leichter aus, als es in Wirklichkeit ist.

Am Samstag gab es ab 8 Uhr Frühstück. Danach tagte das Jugendforum der Bundesagentur für Zirkuspädagogik. Wir haben neue Jugendvertreter gewählt und uns mit der Zukunftsgestaltung beschäftigt. Nach dem Mittagessen und der Mittagspause mit denselben Angeboten wie am Vortag durften wir zu unserem letzten Workshop gehen. Nach einer kurzen Aufwärmrunde durfte ich mit den anderen Teilnehmern an das Vertikaltuch. Da mehrere von uns schon Erfahrung hatten, durften wir nach kurzer Zeit auch schwierige Elemente ausprobieren. Danach gab es Abendessen, und wir bereiteten uns in unserer kurzen Pause auf die Open Stage Auftritte vor. Später versammelten wir uns im Zirkuszelt und schauten uns die fantastischen und bezaubernden Auftritte an und zeigten unsere vorbereiteten Nummern.

Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück fingen wir an zu packen und räumten die Ferienhäuser. Danach trafen wir uns auf dem Hof und die Artisten und Betreuer verteilten sich. Man durfte rumgehen, Fragen stellen, wie sie dazu gekommen sind, das zu machen, was sie jetzt tun, den Geschichten und Ratschlägen lauschen und sich über die verschiedenen Wege zu informieren, die man wählen kann, um Artist oder Zirkuspädagoge zu werden. Danach versammelten wir uns erneut und verabschiedeten uns alle voneinander. Es war eine neue und absolut tolle Erfahrung mit so vielen jugendlichen Zirkusmenschen zusammen drei Tage zu verbringen, wir haben viele Bekanntschaften gemacht und Kontakte ausgetauscht. Die Stimmung ist unglaublich offen und freundlich, jeder wird aufgenommen und respektiert. Ich würde mich sehr freuen, nochmals an einem Zirkuswochenende teilnehmen zu dürfen.