Austausch und Partnerschulen

Nǐ hǎo! Lái zì zhōng guó dè wèn hòu!

von Alexa Rieger

Nǐ hǎo! Lái zì zhōng guó dè wèn hòu! (Hallo! Grüße aus China!)

Am Montag nach den Osterferien reisten elf Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Stiftsgymnasiums gemeinsam mit den Lehrerinnen Nadine Fricker und Helma Brauer nach Peking, China. Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten, welche wir der streikenden Airline zu verdanken hatten, wurden wir am Dienstagmorgen alle herzlich von unseren Gastfamilien am Flughafen in Peking empfangen. Für einige startete das Programm schon am selben Tag, da jede gemeinsame Minute mit den Austauschüler*innen ausgekostet werden musste. Am Tag darauf ging es direkt zu einem der Highlights, der „Great Wall of China“. Da wir gemeinsam mit dem Kepler-Gymnasium Tübingen am Austausch der Beijing Middle School No. 101 teilnahmen, waren wir insgesamt eine Gruppe von 41 Schülern*innen und konnten natürlich so nicht ohne unseren Touristenguide reisen. An den ersten Tagen unserer Reise waren in China nationale Feiertage und so waren umso mehr, hauptsächlich chinesische, Touristen unterwegs und wir mussten aufpassen, dass wir wie eine „Big family – like sticky rice“ zusammenblieben, wie unserer Touristenguide uns gerne erinnerte. Schon am ersten Tag bekamen wir die chinesische Hitze zu spüren und hatten während unseres Aufenthalts schöne sommerliche Temperaturen zwischen 25-30 Grad. Auch an das Essen und die Stäbchen mussten wir uns erst gewöhnen, machten aber alle sichtliche Fortschritte. Die darauffolgenden drei Tage verbrachten wir in unseren Familien und bekamen schöne und intensive Einblicke in die chinesische Kultur, den Alltag und die Stadt selbst. Unseren ersten Eindruck von dem chinesischen Schulleben bekamen wir tatsächlich am Sonntag, für uns alle sehr ungewohnt. Die Schuluniformen, die rund 3000 Studenten*innen und der schöne Campus mit den vielen Sportanlagen, welcher mit den ganzen Pfauen, Alpacas und Seen eher einem Park ähnelte, beeindruckte uns ebenfalls sehr. Auf dem weiteren Programm für uns deutsche Schüler*innen standen Sehenswürdigkeiten wie „The Forbidden City“, der Olympiapark, die zahlreichen Tempel, eine Kung Fu-Show und natürlich auch der bekannte „Silk Market“. In diesen zehn Tagen gewannen wir nicht nur tolle Einblicke in die doch so andere Welt Chinas, sondern schlossen enge Freundschaften ebenso zu unseren deutschen Begleitern, wie natürlich unseren chinesischen Freunden*innen und Familien. Die zehn Tage vergingen für uns alle super schnell und doch hatten wir so viel erlebt und gesehen. Wir alle werden die Zeit in China sehr vermissen und die Reise wird uns sicher für immer in Erinnerung bleiben. Der Austausch in diesem Jahr war ein voller Erfolg, wie auch unsere Lehrerinnen erkannten und wer weiß, vielleicht werden wir unsere asiatischen Freunde schon bald wiedersehen.