MINT - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik, NwT - Naturwissenschaft und Technik

Tag der Deutschen Einheit: die Deutschlandkarte auf dem Schulhof ist erweitert

Wo liegt Berlin? Wo liegt Sindelfingen? Und wie kann man das auf eine Karte zeichnen? Diese und viele weitere Fragen hat die Klasse 5d am Mittwoch gestellt und beantwortet bekommen. Zunächst lauschten alle einem spannenden Vortrag von Herrn Völter, Chef der intermetric GmbH, die unter anderem Vermessungsarbeiten am Gotthardbasistunnel, der Elbphilharmonie und natürlich auch bei Projekten rund um Stuttgart durchführt. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass es gar nicht so einfach ist, einen kugelähnlichen Körper auf eine zweidimensionale Karte zu bringen und dass hinter dem wohl jedem bekannten GPS-System jede Menge Mathematik und Vermessungstechnik steckt. Anschließend wurden Bretter, Pläne, Bohrer, Hämmer, Spraydosen und Nägel auf den Schulhof getragen. Dort begrüßten zwei weitere Mitarbeiter der intermetric GmbH die Klasse 5d, stellten ein Tachymeter vor und führten in die praktische Arbeit der Vermessungstechnik ein. Einzelne Nägel waren schon in den Boden geschlagen und zeigten sehr grob den Grenzverlauf Deutschlands. Lediglich an der Südgrenze von Baden-Württemberg konnte man Feinheiten wie den Bodensee erkennen. Diesen Teil hatte im letzten Jahr die Klasse 6c angebracht. Nun sollte die Arbeit fortgeführt werden. Schnell stellten sich alle Schülerinnen und Schüler in einem Rechteck auf und warteten, bis die herumgereichte Bohrmaschine sie erreichte. Anschließend wurde gebohrt und schnell ein Nagel in das Loch geschlagen. So entstand in kurzer Zeit ein Gradnetz, in dessen Mitte im Anschluss der weitere Grenzverlauf Deutschlands mit Nägeln fein eingehämmert wurde. Als die komplette Südgrenze fertig gestellt war, begann ein Ratespiel: Sindelfingen war schon vom letzten Jahr mit einem Nagel markiert und daher einfach aufzufinden. Bei anderen Städten stellten sich die Schülerinnen und Schüler auf die jederzeit begehbare Karte im Schulhof an die Stelle, an welcher sie den Ort vermuteten. Mittels der im Internet gefundenen Koordinaten und den Markierungen am Rand wurde überprüft, ob man wirklich richtig steht. Der Jubel war dann natürlich riesig und stimmte auf den einen Tag später folgenden Tag der deutschen Einheit ein. Herzlichen Dank an Herrn Völter und sein Team für die Durchführung des Projektes sowie an Hannah Dippon, die die Klasse 5d den ganzen Tag begleitet und Fotos gemacht hat. Geplant ist eine Fortsetzung spätestens im nächsten Jahr, so dass vielleicht bald ganz Deutschland durch Nägel auf dem Schulhof dargestellt werden wird.