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Read in Peace – oder: Warum Ruhe so wichtig für das Lesen ist

R.I.P. – Immer wieder fragen Schüler und Eltern, was sich hinter diesen drei Buchstaben verbirgt und weshalb sie seit dem neuen Schuljahr durch die Vertretungspläne der Schule geistern. R.I.P. steht für Read in Peace und ist der Name des neuen Zeitschriftenprojekts in Vertretungsstunden am Stifts. Admin Loncaric aus der Klasse 8c hat sich dieses Akronym ausgedacht, das unter verschiedenen Vorschlägen im Rahmen eines Kreativwettbewerbs auf dem ersten Platz landete. Natürlich erinnert diese Abkürzung an die ursprüngliche Bedeutung Rest in Peace, aber noch bedeutungsvoller wird der Name Read in Peace, wenn man sich das neue Zeitschriftenprojekt genauer anschaut.
Denn was wird bei R.I.P. eigentlich gemacht? Das Prinzip ist so simpel wie überzeugend. Wenn in einer Vertretungsstunde weder Aufgaben der entfallenden Lehrkraft vorhanden sind, noch die vertretende Lehrkraft das Fach unterrichtet, bringt die Vertretungslehrkraft eine Kiste voller Zeitschriften in den Unterricht mit. Die Magazine sind von Klasse 5 bis 7 und 8 bis 10 altersspezifisch ausgewählt und bieten eine bunte Vielfalt: von Geolino, Spiegel kids, Zeit leo bis zu National Geographic, DER SPIEGEL, GEO und vielen mehr. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält ein anderes Zeitschriftenexemplar, sodass in der nächsten R.I.P.-Stunde eine andere Heftnummer gelesen werden kann oder eben ein komplett anderes Zeitschriftenmagazin. Da die Zeitschriften von der Schule abonniert werden und Eltern bzw. Lehrer*innen immer wieder Zeitschriften der Schule spenden, sind die Ausgaben auf einem aktuellen Stand und die Schüler*innen können immer wieder neue und spannende Artikel lesen. Damit die R.I.P.-Stunden einen noch größeren Lernerfolg bieten, lesen die Schüler*innen in der Regel die Artikel nicht einfach nur, sondern erarbeiten sich die Artikel z.T. auch schriftlich unter spezifischen Fragestellungen. Am Ende der Stunde tauschen sich die Schüler*innen über die interessantesten Artikel aus.
Und was hat das alles nun mit dem Namen Read in Peace zu tun? Nun, R.I.P. funktioniert vor allem dann, wenn jede Schülerin und jeder Schüler ruhig und konzentriert seine Artikel liest und die Aufgaben bearbeitet. Denn allein durch das Lesen guter und professionell geschriebener Texte wird automatisch die Lesekompetenz (Lesefertigkeit, Texte zu verstehen) verbessert und der Wortschatz erweitert.
Levi Graf, ebenfalls aus der Klasse 8c, hat dann noch eine passende Grafik für das Vertretungsstundenkonzept entwickelt. Beide Schüler haben von Frau Kußler einen Kinogutschein erhalten.