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Ein besonderer Geburtstag für unsere Schule

Unsere Schule hat 50. Geburtstag – Große Gala in der Stadthalle

Wer bei der Jubiläumsfeier einer Schule an eine langweilige Veranstaltung denkt, in der noch langweiligere Reden gehalten werden, hat keine Vorstellung davon, wie vielseitig und kreativ die Gala des Stifts am 22. November 2019 in der Stadthalle Sindelfingen war. „Gemeinsam zurück in die Zukunft“ – unter diesem Jubiläumsmotto erlebte das Publikum einen turbulenten und abwechslungsreichen Abend. Der ähnlich lautende Filmklassiker „Zurück in die Zukunft“ bildete die Schablone für eine Rahmenhandlung mit fast 350 Beteiligten, die gemeinsam von aktuellen und ehemaligen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern einstudiert wurde.

Eröffnet wurde der Abend durch die StiftsBigBand, verstärkt durch ehemalige Musiker. Den Gesangspart übernahm ein ehemaliger Saxofonist und Schülersprecher: Oliver Pürckhauer hat nach dem Schulmusikstudium ins Opernfach gewechselt. Nach der Begrüßung durch Schulleiterin Nadine Kußler gratulierte der Oberbürgermeister der Stadt Sindelfingen Dr. Bernd Vöhringer der Schule. Das Stiftsgymnasium trage mit seinen schulischen und außerschulischen Aktivitäten einen wichtigen Beitrag zur vielfältigen Schullandschaft Sindelfingens, so das Stadtoberhaupt. Mit den Worten des Gelehrten und Pädagogen Johann Comenius charakterisierte Vöhringer die Schule als einen „heiteren Tummelplatz des Geistes“. Frau Andrea Siefert, Schulreferentin am Regierungspräsidium Stuttgart, lobte die besondere naturwissenschaftliche Profilierung, die Begabtenförderung sowie die Teilnahme an verschiedenen Schulversuchen. So bedürfe es nicht nur einer naturwissenschaftlichen Begabung, sondern auch einer gehörigen Portion Kreativität und Mut, um eine Zeitmaschine zu konstruieren. Mit diesem Verweis auf den Film begann dann die eigentliche Handlung des Abends, eingeleitet vom Sinfonieorchester, das mit viel Schwung die Titelmelodie darbot.

Und so konnte die ungeplante Zeitreise einer Schülerin und eines Schülers der SMV beginnen, durch die das harmonische Miteinander von Schülerschaft und Lehrerkräften scheinbar irreparabel gestört wurde. Kommentiert und erzählt wurde die Handlung von der ehemaligen Stiftlerin Claudia Anslinger und von Lateinlehrer Dr. Johannes Scherf. Nur mit der Hilfe vieler – eben kreativer und mutiger – Schülerinnen und Schülern, gelang es den beiden SMVlern, in das Gründungsjahr der Schule 1969 zu reisen. Dort angelangt überzeugten sie die erste Schülergeneration, das Schulmotto „Das Stifts sind wir!“ anzunehmen und mit Leben zu füllen. Besondere Highlights während der Bühnenshow waren, neben vielen anderen berührenden Auftritten, die Experimente einiger Chemiebegeisterter, die unter anderem mit Gas befüllte Luftballons knallartig entflammten. Auch der choreografisch meisterhaft einstudierte Cup-Song, der textlich umgedichtet die Erfolgsgeschichte der Mensa erzählte, begeisterte das Publikum. Passend dazu lobte die Elternbeiratsvorsitzende Antje Wagner die Einrichtung des MittagsStift e. V., der die Mittagsverpflegung und die Angebote der Ganztagesschule organisiert.

Eine weitere Station auf der Zeitreise bildete das Jahr 1981, als die Schule die ersten Projekttage in Baden-Württemberg durchführen wollte. Damals stellte die Schülerin Birgit Wohland-Braun Marionetten her. Und diese Marionetten hatten jetzt auch in der Stadthalle ihren Auftritt. Schulleiterin Nadine Kußler stellte in ihrer Rede an diesem Beispiel die Bedeutung der Vergangenheit für die Gegenwart und Zukunft des Stifts dar.

Und nicht zuletzt beeindruckte der grandiose Auftritt des Stiftsorchesters und der drei Chöre mit insgesamt weit mehr als 100 Musikbegeisterten, die am Ende in einem großen Finale die Zeitreise erfolgreich abschließen und besingen konnten. Denn schließlich gelangten am Ende die beiden Zeitreisenden wieder in die Gegenwart und überließen dem Publikum und allen zukünftigen Generationen die Frage, wie sich das Stifts in den nächsten 50 Jahren, also bis zum Jahr 2069, weiter entwickeln wird.

Zum Abschluss brachte Schulleiterin Kußler ihre Freude zum Ausdruck, dass das Planungsteam unter der organisatorischen Leitung von Sabine Schray und Gerd Hörbe sowie der künstlerischen Leitung von Iris Cornelsen diese gewaltige Herausforderung von Anfang an zuversichtlich anpackte.

Wer jedoch das überwältigende Engagement aller Beteiligten, die ansteckende Begeisterung, die auf die Zuhörer übersprang und den Applaus während der 20-minütigen Danksagung berücksichtigt, der ahnt, dass das Stiftsgymnasium voller Hoffnung und Zuversicht nach vorne schauen kann – frei nach dem Motto: „Gemeinsam vorwärts in die Zukunft!“