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Schüler experimentieren/Jugend forscht: 9 Projekte in 7 Fachbereichen, 5 Regionalsieger, 2 zweite Preise und zwei Sonderpreise für das Stifts

Seit einem Jahr ist alles anders, wir haben Onlineunterricht und jetzt gab es auch noch einen Online Jugend forscht-Wettbewerb. Kann das gut gehen? Nehmen überhaupt Schüler*innen teil und bekommt man das technisch alles hin? Für das Stiftsgymnasium lautet die Antwort auf all diese Fragen „ja“. Unsere Forscher*innen haben sich von nichts aus der Bahn werfen lassen und seit Schuljahresbeginn geforscht, gebaut und getüftelt. Mit Spannung wurde den Onlinepräsentationen, die am Donnerstag, 25.02.2021 stattfanden, entgegengefiebert. Jeder wollte sein Projekt spannend und so gut wie möglich präsentieren und stellte sich danach den vielen Fragen der Jury. Nach einer aufregenden Nacht, in der allen viele Dinge durch den Kopf gingen (habe ich alles gesagt, wusste ich alles, habe ich die Jury überzeugt), fanden tags darauf die Feedback-Gespräche statt. Zunächst erhielten die Schüler*innen ein Feedback der Jury, danach die Betreuer*innen. Schon nach den ersten Rückmeldungen der Jury war klar: das wird ein Riesenerfolg für das Stiftsgymnasium. Dass es aber so ein überwältigender Erfolg wird, hat niemand zu träumen gewagt: Fünf Regionalsieger, zwei zweite Preise und zwei Sonderpreise gingen an das Stiftsgymnasium. Außerdem gehört das Stiftgymnasium zu den acht Schulsiegern, die in diesem Jahr prämiert wurden.

Wir sind stolz auf alle unsere Teilnehmer*innen, ihr habt Forschergeist, Durchhaltevermögen, Fachwissen und Teamgeist gezeigt. Ihr habt alle Schwierigkeiten gemeistert, habt Dinge entwickelt und erforscht, die anderen weiterhelfen können und habt euch diesen Erfolg hart erarbeitet, aber umso mehr verdient. Herzlichen Glückwunsch an alle Jungforscher*innen! Danke für eure großartigen Projekte und euren Einsatz. Danke auch an die gesamte Schulgemeinschaft für die große Akzeptanz und Unterstützung. Das Stifts sind wir!

Wer mehr über die Projekte erfahren möchte, erhält hier und in den Videos einen kurzen Einblick, darf aber gerne jederzeit die erfolgreichen Jungforscher*innen fragen:

Marlene Kares, 5b: „Das Geheimnis der Seifenblase“, Regionalsiegerin im Fachgebiet Chemie Schüler experimentieren und Sonderpreis

Jeder kennt Pustefix, aber gibt es vielleicht etwas Besseres? Marlene hat sich diese und noch viele weitere Fragen gestellt und Erstaunliches herausgefunden. Durch ein vorbildhaftes, strukturiertes Vorgehen und dem Betrachten sehr vieler Aspekte, die von der chemischen Zusammensetzung einer Seifenblase bis hin zur Fotografie reichten, hat Marlene die Jury überzeugt und den ersten Preis in diesem Fachgebiet errungen. Außerdem erhielt sie einen Chemiebaukasten als Sonderpreis.


 

Bjarne Niemöller, 5d: „Wechselreaktionen an Wasseroberflächen“, 2. Platz und Sonderpreis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften Schüler experimentieren

Warum gibt es auf der Wasseroberfläche manchmal absolut glatte Flächen? Was hat das mit Plankton und Öl zu tun? Kann man das auch experimentell nachstellen? Sieht man solche Wasserflächen vom Weltall aus? Bjarne hat sich in seiner Forscherarbeit mit vielen Fragen beschäftigt und konnte Antworten finden. Durch sein enormes Fachwissen, seine vielfältige Betrachtung auf das Thema und seine Modelle, konnte er die Jury begeistern und wurde mit einem zweiten Platz in diesem Fachgebiet belohnt. Außerdem erhielt Bjarne ein Jahresabonnement der Zeitschrift Geolino als Sonderpreis.


 

David Buchta, 7c: „Spracherkennung, aber ohne fremde Zuhörer“, Regionalsieger im Fachgebiet Physik Schüler experimentieren und Sonderpreis MINT für interdisziplinäre Projekte

Wie schön wäre es, wenn man einfach sagt „7 Uhr wecken“ und der Wecker macht das dann. Wenn das Ganze dann noch nur mit der eigenen Stimme funktioniert, also vor fremden Zuhörern geschützt ist, wäre das perfekt. Dass dies nicht nur Zukunftsmusik ist, hat David eindrucksvoll bewiesen und der Jury auch live vorgeführt. Aufbauend auf seiner Idee vom letzten Jahr, in der er Stimmspektren untersuchte, verfeinerte David seine Arbeit und erhielt abermals den ersten Preis im Fachgebiet Physik. Ergänzt wurde der Regionalsieg noch mit dem Sonderpreis MINT für das beste interdisziplinäre Projekt.

David Buchta, Elias Kares, Adrian Oberhofer, 7c: „CO2-Ampel – Ganz genau??!!“, Regionalsieger im Fachgebiet Arbeitswelt Schüler experimentieren

Mit den CO2-Ampeln des Stiftsgymnasiums müsste man doch Handlungshinweise in Bezug auf die Corona-Pandemie erarbeiten können? Das dachten sich David, Elias und Adrian und begannen mit ihren Messungen, die in der Schule, zu Hause und sogar in kleinen Plastikboxen durchgeführt wurden. Ihre Ergebnisse sind nicht nur klar strukturiert, sondern ebenso überraschend sowohl für die Pandemiesituation als auch für den (hoffentlich bald wieder stattfindenden) normalen Alltag. Die Jury war begeistert und belohnte die drei mit dem Regionalsieg im Fachgebiet Arbeitswelt.


 

Jan Hämmerling, Frédéric Spies, 7c: „CO2-Ampeln online” Regionalsieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik Schüler experimentieren

CO2-Ampeln nützen und schützen nur richtig, wenn man die Daten, die diese erfassen, korrekt und zeitnah ausliest und auswertet. Aber wie soll das in einer Schule mit 50 CO2-Ampeln stabil funktionieren? Jan und Frédéric beschäftigten sich mit dieser Frage. Dazu erstellten die beiden eine website mit grafischer Darstellung und programmierten mit Hilfe von MQTT eine Nachrichtenübertragung, so dass jede Ampel eingestellt, programmiert und angewendet werden kann – hoffentlich bald auch im Präsenzunterricht am Stiftsgymnasium. Die Jury war von den Fachkenntnissen der beiden beeindruckt und belohnte sie mit dem Regionalsieg im Fachgebiet Mathematik/Informatik.

Maxim König, 8c: „Gras – wie wächst es am schnellsten und wie kann man das Wachstum verbessern?“  Sonderpreis im Fachgebiet Biologie Schüler experimentieren

Weil die Apfelbäume von Verwandten nicht mehr wachsen wollten, stellte sich Maxim die Frage, wie man das Wachstum beschleunigen könnte und wie überhaupt gutes Wachstum aussieht. Da ein Apfelbaum aber sehr lange zum Wachsen braucht, führte Maxim seine Versuche mit Gras sowie unterschiedlichsten Erden und Düngern durch. Über viele Monate dokumentierte er seine Beobachtungen und war dann vom Ergebnis selbst ganz überrascht. Die Jury überzeugte er durch seine Langzeitversuche und die damit verbundene Beharrlichkeit und wurde mit einem Sonderpreis für innovative Arbeit belohnt.

Aditya Kumar, 8d: „Verirrt?! – Wie komme ich am besten aus einem Labyrinth/Irrgarten heraus?“  2. Platz im Fachgebiet Mathematik Schüler experimentieren

Immer wieder erzählten Aditya Freunde, dass sie sich in einem Labyrinth verlaufen hätten und ewig den Ausgang suchten. Aditya fragte sich dann, ob man das Problem nicht mathematisch lösen könnte. Gleich zu Beginn seiner Forschung erkannte er, dass seine Freunde schon beim Stellen der Frage einen Fehler begingen. Außerdem fand er aber tatsächlich Strategien, die in einem Irrgarten (das ist der richtige Begriff) weiterhelfen können. Die Jury belohnt ihn mit dem zweiten Platz im Fachgebiet Mathematik.

Aditya Kumar, 8d: „Aus Schall Muster erzeugen – experimentelle Untersuchung von Chladnischen Klangfiguren“, Sonderpreis im Fachgebiet Physik Schüler experimentieren

Was passiert, wenn man eine bestimmte Frequenz einstellt und dann eine Platte mit Sand auf einen Lautsprecher stellt, der diese Frequenz sendet? Entstehen unterschiedliche Muster bei unterschiedlicher Frequenz? Kann man statt der Platte oder dem Sand auch ein anderes Material verwenden? Mit diesen und mehr Fragen beschäftigte sich Aditya in seinem zweiten Projekt, überzeugte die Jury durch einen mitreißenden Vortrag und erhielt einen Sonderpreis für innovative Arbeit.

Felix Buchta, 10c: „SBT: SoloBasketballTraining“, Regionalsieger Fachgebiet Technik Jugend forscht

Basketballtraining in Coronazeiten ist ziemlich einsam und daher auch schnell langweilig. Das hat Felix schnell erkannt und sich überlegt, wie man das Solo-Training interessanter gestalten kann. Vor allem das Techniktraining wird schnell eintönig und man erhält keine wirkliche Rückmeldung. Felix entwickelte ein System, das dem Benutzer Übungen vorgibt und bewertet. Das System ist schnell aufbaubar, preisgünstig und motivierend. Die Jury war begeistert, hätte das System am liebsten direkt live getestet und belohnte Felix mit dem Regionalsieg im Fachgebiet Technik. Dies ist besonders bemerkenswert, da Felix dort als einer der jüngsten Teilnehmer antrat.