MINT - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik

CO2-Ampel-Netzwerk online!

CO2-Ampeln im Klassenzimmer waren schon direkt zum Schuljahresbeginn 2021 geplant und erste Pilotampeln gebaut. Die weiteren Ampelbausätze wurden bestellt und kamen kurz darauf an. Doch wer soll all die Ampeln aufbauen? Eigentlich war geplant, diese Möglichkeit, sowie das Programmieren allen interessierten Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen. Es gab auch schon zahlreiche Meldungen zur Mithilfe. Jedoch machte Corona einen Strich durch die Rechnung. Durch das Homeschooling waren die Schüler nicht mehr in der Schule, Klassen durften sowieso nicht durchmischt werden und so konnten die Ampeln nicht gemeinsam aufgebaut werden. Als dann zwei Schüler-experimentieren-Teams die Idee hatten, mit den CO2-Ampeln beim Wettbewerb Schüler experimentieren/ Jugend forscht anzutreten, stellte die Schule die Ampelbausätze zur Verfügung. Beide Teams waren beim Regionalwettbewerb erfolgreich und erhielten jeweils den Regionalsieg im entsprechenden Arbeitsgebiet (Mathematik/Informatik bzw. Arbeitswelt).

Natürlich soll aber jeder von den Arbeiten an und mit den CO2-Ampeln profitieren können!

In einer arbeitsreichen Wochenendaktion lötete Familie Buchta (David, 7c und Felix, 9c) die letzten 40 Ampel-LEDs fertig, baute die Ampeln auf und kalibrierte sie.

Alle Ampeln waren jetzt einsatzfähig für die Schule: sie konnten den CO2-Gehalt der Luft messen, auf dem Display anzeigen und über die eben fertig gelöteten LEDs darstellen: Grün – kein Lüften notwendig, Gelb – bitte Lüften, Rot – unbedingt Lüften.

Anschließend haben Frédéric Spies und Jan Hämmerling (beide 7c) die Ampeln übernommen. Denn die Ampeln sollen nicht nur anzeigen, ob gelüftet werden muss, sondern die gemessenen Werte (CO2, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) zudem versenden, um diese auf einer Webseite darzustellen. So kann man z. B. ablesen, ob regelmäßig gelüftet wird und wie warm es im Klassenzimmer ist.

Die dafür notwendige Programmierung der CO2-Ampeln, der Webseite und einer dafür notwendigen Datenbank hatten Frédéric und Jan bereits im Rahmen des Schüler-experimentieren-Regionalwettbewerbs im Januar abgeschlossen. Seitdem haben die beiden das System noch um einige Funktionen erweitert und Fehler behoben. Zum Beispiel kann man ihnen nun auch Nachrichten schicken, die sie dann für fünf Sekunden auf dem Display darstellen. Alle Tests dafür wurden mit Versuchsaufbauten bei Frédéric und Jan zuhause durchgeführt.

Am letzten Ferienwochenende wurde das System dann erstmalig in der Schule in Betrieb genommen. Zusammen mit den beiden Admins und ehemaligen Schülern Jannes Müller und Jannik Taubert und der Jugend-forscht-Betreuerin und Lehrerin Frau Oehrle wurden alle 42 Ampeln im Raum 109 im Stifts aufgebaut und die Kommunikation mit den Schulservern erprobt. Nachdem alles funktionierte, wurden die Ampeln in den Klassenzimmern verteilt. Und nicht nur dort, auch im Sekretariat, den Fachräumen und im Lehrerzimmer stehen nun CO2-Ampeln. Diese senden jetzt fleißig ihre Daten, die in der Datenbank gesammelt werden können.

Eine Woche war nun die Oberstufe da, eine Woche alle Klassen halbiert. In dieser Zeit haben wir einige Daten gemessen und die Ampeln nachjustiert. Diese Woche stellen die beiden Teams beim Landeswettbewerb Jugend forscht/Schüler experimentieren ihre neuesten Erkenntnisse vor – mal sehen was die Jury sagt. Danach wird das Projekt in der Schule weiter erforscht: Optimierung der Website, weitere Befehle für die Ampeln, Plakate in den Klassenzimmern und vieles mehr. Wer weitere Ideen, Fragen, Rückmeldungen hat, darf sich gerne melden. Wir freuen uns!