Unser diesjähriges Musical „One Sun, One World“ von Peter Rose und Anne Conlon feiert die Schönheit und Vielfalt der Erde und thematisiert zugleich die durch den Menschen verursachten Veränderungen. Das Werk bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die inhaltliche und ästhetische Auseinandersetzung im Fachunterricht und in der AG-Arbeit.
Aktuell plant die Stifts for Future-AG einen Aktionstag am 19. Mai zum „Earth Overshoot Day Germany“, dem deutschen Erdüberlastungstag, mit Referent*innen des Landesjugendrats für Klima und Nachhaltigkeit sowie dem Graffitikünstler Steffen Göddel.
Einen Einstieg in die Thematik lieferte eine Exkursion nach Stuttgart am Dienstag, den 28.4.2026: Die Stifts for Future-AG besuchte zusammen mit einigen Zehntklässler*innen unter Begleitung von Herrn Zimmer die Liveshow „Grad° jetzt – Gegen die Angst“. Diese fand im größten Saal des Gloria-Kinos statt. Die Klimajournalistin Louisa Schneider berichtete von ihrer Reise zu fünf der sechzehn Kipppunkte unserer Erde. Die Kipppunkte sind über die gesamte Erde verbunden und haben somit, wenn sie aufgrund des Klimawandels wirklich „kippen“, Auswirkungen auf der ganzen Welt. Deshalb teilt Louisa ihre Erfahrungen mit den Menschen, um auf die Probleme aufmerksam zu machen.


Ihre Reise startete im brasilianischen Regenwald, wo sie sich hauptsächlich mit den Brandrodungen beschäftigte, die dauerhaft die Natur zerstören und die Luft verpesten. Sehr spannend waren auch Louisas Berichte über das indigene Volk der Yanomami, mit welchem sie einige Wochen verbrachte. Das Volk lebt mitten im Regenwald und schützt ihr Zuhause vor illegaler Zerstörung.
Als Nächstes führte uns Louisa Schneider nach Kanada, genauer gesagt in das Gebiet Alberta, mit dem zweitgrößten Ölvorkommen der Welt. Statt grüner und wunderschöner Natur erwartete uns dort ein Industriegebiet in der Größe von England: Riesige Ölseen erstrecken sich über das Gebiet und dauerhaft werden Schüsse abgefeuert, die Vögel davon abhalten sollen, in den Seen zu landen und daran zu sterben.



Die Ressourcenthematik führte uns weiter nach Grönland, zum nördlichsten Kipppunkt der Erde. Unter dem Eis befinden sich wichtige Ressourcen, die nun durch das massive Abschmelzen langsam freigelegt werden. Sollte die Erderwärmung jedoch noch stärker voranschreiten, steigt der Meeresspiegel durch das Abschmelzen der Gletscher immer weiter an und sorgt für große Überschwemmungen auf der ganzen Welt.
Auch bei dem letzten Kipppunkt der Reise könnte die Hitze schon bald dafür sorgen, dass die Lage wirklich „kippt“. Das Great Barrier Reef in Australien stirbt durch die Erwärmung des Wassers immer weiter ab und man vermutet, dass dieser Kipppunkt bereits überschritten ist.

Der Klimawandel schreitet immer schneller voran, doch es gibt Möglichkeiten, unserer Erde zu helfen. Die Live-Show war ein sehr informativer Abend, der uns gezeigt hat, dass alle Menschen auf der Erde durch die Auswirkungen des Klimawandels verbunden sind und zusammenarbeiten müssen, um unsere Natur, uns selbst und unsere Erde zu schützen.
Text: Helen Gehrig (10c)
Bilder: Helen Gehrig (10c) und Hans-Jakob Zimmer
