Ein Knopfdruck.
Ein schwarzer Bildschirm.
Und dann: nichts.
Am 07.01.2026 um 11.00 Uhr schalteten Schüler*innen aus allen Klassenstufen bewusst ihre Smartphones aus. Ausgelöst durch einen Aufruf von Frau Kußler begann damit eine dreiwöchige Smartphone-Pause.
Ziel war es, den eigenen Umgang mit dem Smartphone bewusst wahrzunehmen und Alltagsgewohnheiten zu reflektieren.
Drei Wochen später war es dann so weit: Frau Kußler lud alle Teilnehmenden ein, ihre Smartphones gemeinsam wieder einzuschalten.



Und natürlich folgte zuerst das Wichtigste: der Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden.



Für alle war die Zeit ohne Smartphone ungewohnt. Viele merkten erst, wie sehr das Smartphone zum Alltagsanker geworden ist – Fahrpläne, Musik, Nachrichten, Kontakt zu Freund*innen, „nur kurz nachschauen“. Eine Teilnehmerin berichtete, dass sie sich für die Zeit der Challenge bewusst ein Tastenhandy besorgt hatte.
Was fast alle ähnlich empfanden:
- weniger Ablenkung
- mehr Zeit
- mehr Ruhe im Kopf
Das hörte man immer wieder:
„Es war viel entspannter als gedacht.“
„Ganz ohne Handy ist einfacher, als es nur wegzulegen.“
„Ich war viel präsenter.“
Natürlich gab es während der drei Wochen auch Fragen von außen:
„Warum machst du da mit – bringt doch eh nichts?“
Stimmt das?
Stimmt nicht!
Denn am Ende waren sich alle einig: Es hat sich gelohnt beim Handyfasten teilzunehmen.
Ein Schüler hatte sein Handy zu Beginn der Challenge in einen Briefumschlag gepackt, versiegelt und für die gesamte Zeit aufbewahrt. Nun öffnete er das Siegel feierlich vor Ort und nahm sein Smartphone wieder heraus.
Als kleine Belohnung gab es etwas Süßes – und vor allem ein gutes Gefühl. Frau Kußler sagte den Teilnehmer*innen, dass sie stolz auf alle sei, die drei Wochen durchgezogen hätten.



Und während einzelne Bildschirme nun wieder aufleuchteten, blieb vor allem eine Erkenntnis:
Manchmal braucht es kein neues Tool, keine App und kein Verbot – sondern einfach eine Pause, um den eigenen Umgang mit dem Smartphone neu zu sehen.
Text: Sanne Mäusling
Bilder: Fatima Ahmadova
