Ideen brauchen Raum – Offizielle Eröffnung des Makerspace am Stifts

14. Mai 2025

Unser Makerspace hat vor Kurzem offiziell seine Türen geöffnet – und direkt gezeigt, dass er mehr kann als schick aussehen.

Hier wird geschraubt, gelötet, gedruckt, programmiert und vor allem: ausprobiert. Ein Raum für alle, die lieber machen statt nur drüber zu reden – ganz ohne Notendruck, aber mit viel Ideenpower. Und das Beste: Hier darf man Fehler machen. Die gehören sogar zum Konzept.

Die Idee für den Makerspace entstand schon vor mehr als drei Jahren – damals noch als vage Vision. Dass sie nun Wirklichkeit geworden ist, ist das Ergebnis vieler Gespräche, Überlegungen, Skizzen und auch mancher Umwege. Frau Kußler erinnerte bei der Eröffnung daran, wie aus einem ersten Impuls ein konkretes Projekt wurde – getragen von dem Wunsch, jungen Menschen mehr FreiRaum zu geben.

Auch Herr Hoang als Vertreter der Vector-Stiftung kam zur Eröffnung. In seinem Grußwort machte er deutlich, wie wichtig Orte wie der Makerspace heute sind: „Wir brauchen junge Menschen, die nicht nur mitdenken, sondern auch neu denken – die Dinge hinterfragen und gestalten wollen. Der Makerspace bietet genau dafür den richtigen Raum: mit moderner Technik, aber vor allem mit der richtigen Haltung.“

Neben der Vector-Stiftung, die das Projekt finanziell unterstützt hat, war auch Privatsponsor Herr Loibl bei der Eröffnung vor Ort, ebenso wie Vertreter*innen des Fördervereins, Frau Beyer und Herr Schöneberger, die sich für das Vorhaben stark gemacht haben. Ohne all diese Unterstützung wäre das Projekt vermutlich immer noch ein Wunschzettel in einer Schublade.

Nach den Grußworten war der Raum endlich offen – im wahrsten Sinne des Wortes. Schüler*innen führten erste Projekte vor, am 3D-Drucker, dem Folienplotter oder an den neuen Elektronik-Arbeitsplätzen. Dass dieser Ort kein klassisches Klassenzimmer ist, merkt man sofort.

Mach einfach – das ist das Prinzip. Und man kann es überall lesen: auf Plakaten im Raum, auf den Bildschirmschonern der Rechner. Der Makerspace soll ein Ort sein, an dem man mit Spaß an Probleme herangeht, Dinge ausprobiert, scheitert – und es dann einfach noch einmal versucht. Ein Ort, an dem man voneinander lernt, Dinge repariert, Ressourcen schont und Erfolge teilt.

Johannes Müller, der gemeinsam mit Christoph Henle und Christina Raitelhuber für die Umsetzung des Makerspace verantwortlich war, sagte es so: „Der Makerspace ist keine Werkstatt – er ist ein Lernraum. Ein Ort, der nicht vorgibt, wie das Ergebnis auszusehen hat.“

In den nächsten Wochen soll der Makerspace Schritt für Schritt in den Schulalltag integriert werden. Zunächst gibt es für Lehrkräfte interne Fortbildungen, später dann auch für Schüler*innen die Möglichkeit, einen sogenannten Makerspace-Führerschein zu erwerben – als Einstieg in selbstständiges Arbeiten an bestimmten Geräten.

Und jetzt? Jetzt wird losgelegt. Gebastelt, gebaut, gedacht, verworfen, neu gedacht.

Die ersten Ergebnisse sind übrigens schon im ganzen Schulhaus zu sehen: Die neuen 3D-gedruckten Wegweiser stammen direkt aus dem Makerspace – und zeigen nicht nur den Weg, sondern auch, was möglich ist, wenn man einfach mal anfängt.

Text: Sanne Mäusling

Bilder: Annette Nüßle, Sanne Mäusling

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