Vor Kurzem war ich mit der griechischen Jugendnationalmannschaft in Oslo (Norwegen), um dort bei U12-Freundschaftsspielen Griechenland gegen Norwegen mitzuspielen. Obwohl ich Probleme mit der griechischen Sprache habe und ich das einzige Mädchen in der Mannschaft sein sollte (meine Freundin aus Athen, die ich bei einem früheren Länderspiel im März 2025 kennengelernt hatte, konnte leider nicht nach Oslo kommen), wurden es gute Spiele. Diese Freundschaftsspiele fanden im Rahmen der B II-Division der Hallenhockey-EM der Herren statt, wo übrigens mein Bruder Konstantin für die griechische Nationalmannschaft angetreten war.


Aber erstmal von Anfang an: Die Anreise war leider etwas problematisch, da unser eigentlicher Flug Stuttgart > Frankfurt > Oslo leider gecancelt wurde. Also mussten wir umbuchen auf einen Flug über London nach Oslo. Dafür mussten wir dann fünf Stunden am Stuttgarter Flughafen warten, bevor es endlich losging. Als wir endlich spät nachts im verschneiten Oslo angekommen waren (ein Norweger empfand die Situation dort als „wenig Schnee“), bot sich uns ein sehr schöner erster Eindruck dieser Stadt im Norden Europas.

Während der Spiele der griechischen Herrenmannschaft, die wir alle mitgereisten Familienmitglieder natürlich lautstark mitverfolgt haben, konnte ich auch einige interessante Persönlichkeiten kennen lernen: Den Hockeyvertreter des griechischen Olympischen Komitees (Kostas Koulouvardis), den Teammanager des griechischen Teams, der auch Teil des EHL-Boards ist (Christos Sideridis), eine ehemalige international erfolgreiche Speerwerferin, die vor einigen Jahren für Griechenland einige Medaillen gewonnen hatte (Anna Verouli) und natürlich die beiden Trainer des Herrenteams (Nationaltrainer Nikos Anastasiadis und Assistenztrainer Arjen Laar). Das griechische Herrenteam erreichte einen guten vierten Platz.



Wir, die U12, durften gegen die norwegische U14 und auch gegen deren U12 spielen. Da mich meine Teamkolleg*innen nicht wirklich kannten, oder vielleicht weil ich das einzige Mädchen war, habe ich anfänglich den Ball nicht zugespielt bekommen. Daher musste ich mir diesen „irgendwie anders“ erkämpfen, und so habe ich dann doch den nötigen Respekt im Team, und damit dann endlich auch den Ball erhalten. Und so kam ich dann voll ins Spiel. Leider haben wir beide Spiele knapp verloren.
Ich bin wirklich sehr stolz, dass ich nun schon zum zweiten Mal für Griechenland spielen durfte. Aber auch über das sportliche Geschehen hinaus war Oslo wirklich schön und das Wochenende werde ich nicht mehr vergessen.

Text und Bilder: Melina von der Mülbe (Klasse 7b)
