Die Klasse 10c besuchte am 16. Juli 2025 die Staatsoper Stuttgart, um sich die Oper „Otello“ von Giuseppe Verdi anzusehen.
Das Stück, das Verdi gemeinsam mit seinem Librettisten Arrigo Boito schrieb und das 1887 in Mailand uraufgeführt wurde, premierte am 18. Mai dieses Jahres unter der Leitung von Silvia Costa an der Staatsoper Stuttgart. Sie arbeitete mit dem britischen Videokünstler John Akomfrah zusammen, um der auf Shakespeares Theaterstück aufbauenden Oper auf sehr moderne Weise eine klare Gliederung zu geben und das Publikum einzuladen, mit ihnen gemeinsam über das Thema des Stückes nachzudenken.
Otello handelt von dem gleichnamigen Feldherr, der unter venezianischer Flagge segelt und die schöne Desdemona heiratet. Jedoch gönnen ihm mitunter seine engsten Vertrauten seine Erfolge im Leben nicht aufgrund ihres Rassismus, denn Otello ist schwarz. Deswegen plant Jago, der den bösen Gegenpol zur Tugend darstellt, eine Intrige, die schlussendlich zu vielen Toten führt.
Besonders an der Inszenierung war neben den Video-Einspielern, dass der Sänger, der Otello verkörperte, weiß war, was zu Verwirrung unter all denen führte, die sich nicht näher mit der Geschichte im Voraus auseinandergesetzt hatten, da das einzig wiederkehrende Schwarz auf der Bühne in Jagos Kleidung zu finden war.
Insgesamt war es eine sehr eindrückliche Erfahrung, einmal eine klassische italienische Oper erleben zu dürfen und die Begeisterung spiegelte sich nicht nur im Applaus und der schicken Garderobe wider, sondern auch darin, dass die Gespräche bei der Rückfahrt sich nur um das Stück drehten.

Vielen Dank an Herrn Zimmer und Frau Stotz, die uns begleitet haben.
Text: Luzian Dunz (Klasse 10c)
Bild: Stephanie Stotz
