Im Frühjahr haben wir unseren Tiny Forest gepflanzt – und seitdem ist einiges passiert. Die gute Nachricht: Unsere Bäumchen wachsen und gedeihen prächtig. Die etwas weniger gute: Alles andere wächst leider mindestens genauso begeistert mit. Vor allem die Disteln hatten die Zeit genutzt und waren stellenweise so hoch geworden, dass von manchen Bäumchen kaum noch etwas zu sehen war.
Aber ein Grünes Klassenzimmer heißt eben auch, sich um diesen besonderen Lernort zu kümmern. Deshalb war die Klasse 7c am Ende des vergangenen Schuljahres gleich zweimal im Tiny Forest im Einsatz und rückte den Disteln und allerlei anderem Bewuchs zu Leibe, der unseren jungen Bäumen zunehmend den Platz streitig machte.






Das Herausgerupfte musste übrigens nicht abtransportiert werden. In Absprache mit Herrn Lips durfte es zwischen den Bäumen liegen bleiben. Dort bedeckt es den Boden, schützt ihn vor dem Austrocknen und hilft dabei, Feuchtigkeit länger zu speichern.
Nach zwei Einsätzen konnte sich das Ergebnis wirklich sehen lassen: Die kleinen Bäume waren wieder deutlich zu erkennen – und dabei zeigte sich auch erst so richtig, wie groß viele von ihnen seit der Pflanzung schon geworden sind.




Doch nicht nur bei der Pflege hat sich etwas getan. Am 16. Juli 2026 wurde gemeinsam mit dem Jugendforschungszentrum (JFZ) der Pfosten für die zukünftige Messstation aufgestellt. Mit dabei waren Schüler*innen der Gottlieb-Daimler-Schule, Lehrkräfte und Kursleiter des Jugendforschungszentrums sowie natürlich ein Teil unserer StiftsGrün-AG.
Damit beginnt ein weiterer wichtiger Teil unseres Projekts: Wir wollen nicht nur sehen, dass unser Tiny Forest wächst, sondern seine Entwicklung auch wissenschaftlich begleiten. Die zukünftige Messstation wird verschiedene Umwelt- und Bodenwerte erfassen und so über einen längeren Zeitraum zeigen, wie sich die Bedingungen rund um den jungen Wald verändern.
Besonders interessant wird dabei der Vergleich mit anderen Standorten. Herangezogen werden unter anderem die Daten einer Messstation auf dem Dach des Stiftsgymnasiums sowie einer Referenzstation auf der Wiese neben dem Tiny Forest. So lässt sich künftig untersuchen, ob und wie sich die Bedingungen im kleinen Wald von seiner unmittelbaren Umgebung unterscheiden.





Noch steht allerdings erst einmal nur der Pfosten. Im Herbst soll die Messstation vollständig installiert und in Betrieb genommen werden. Dann können die ersten Daten gesammelt und langfristig ausgewertet werden.
Unser Tiny Forest ist also längst nicht mehr nur eine Pflanzaktion aus dem Frühjahr. Die Bäume wachsen, die ersten Klassen kümmern sich um die Fläche – und bald können wir auch genauer untersuchen, was sich dort eigentlich verändert.
Vielen Dank an die 7c fürs kräftige Anpacken und an alle Beteiligten, die beim Aufbau für die zukünftige Messstation mitgeholfen haben!
Text und Bilder: StiftsGrün-AG
