Soziales Lernen – das Miteinander stärken

Wir wollen Schüler anleiten

  • zu einem verträglichen Umgang miteinander
  • zu einer Offenheit gegenüber unterschiedlichen Lebensweisen
  • zu einer zunehmenden Wahrnehmung ihrer Verantwortung in Schule und Gesellschaft

Wir wollen damit der allgemein beklagten Schwächung sozialen Verhaltens entgegenwirken.

Neben dem Unterricht stärken wir das Miteinander

  • durch Kennenlerntage im Schwarzwald oder im Schönbuch in Klasse 5
  • ein Schullandheim in Klasse 6
  • „Kooperationstage“ in Klasse 7
  • „Reflexionstage“ in den Klassen 8 bis 10
  • den Schüleraustausch in der Klasse 9
  • das zweiwöchige Sozialpraktikum in Klasse 10

Dazu kommen

  • regelmäßige Zukunftswerkstätten
  • regelmäßige von der SMV getragene Projekttage „Schule als Staat“
  • ein von der SMV organisierter gemeinsamer Wintersporttag

Klasse 5

Seit Jahren fahren wir mit den neuen Fünfern ins Freizeitheim „Alte Säge“ in Breitenberg (Gemeinde Neuweiler bei Bad Teinach) im Schwarzwald oder ins Naturfreundehaus nach Herrenberg. 2 1/2 Tage lang können die Schüler ihre Mitschüler, die neue Klassenlehrerin oder den neuen Klassenlehrer und den Schwarzwald bzw. den Schönbuch kennen lernen. Sie lernen auch, was es heißt, selbst zu kochen und aufzuräumen. Unsere bisherigen Erfahrungen waren sehr gut, die Tage helfen ungemein, eine Klassengemeinschaft zu erzeugen bzw. zu stärken.
Die neuen Klassen wachsen zusammen.

Klasse 6

Unsere 6. Klassen gehen aus ökologischen und ökonomischen Gründen nur noch im Sommer für eine Woche in nahe gelegene Schullandheime.
Lernen und Leben werden hier ohne die organisatorischen Zwänge von Schule als Einheit erlebt und die Aufenthalte wirken besonders stabilisierend und fördernd auf die sozialen Beziehungen zwischen den Schülerinnen und Schülern und belebend auf das Lernklima in den Klassen.

Schullandheim Wangen-Roggenzell
Das riesige Haus zum Alleinbewohnen liegt am Ortsrand von Roggenzell, einem kleinen Dorf umgeben von Wiesen, Wäldern und kleinen Badeseen.

Schullandheim Tannenburg
„Die Tannenburg liegt am Rande des Hohenloher Landes auf einem Ausläufer der Ellwanger Berge. Sie ist eine romantische und liebevoll restaurierte Stauferburg aus dem 12. Jahrhundert und zählt zu den besterhaltensten Burgen in ganz Württemberg.“
Themenschwerpunkte des Aufenthaltes sind
der Lebensraum Wald, Biolandwirtschaft und Ökologie, das Leben im Mittelalter und der Naturschutz.

Klasse 7

Schwierigkeiten im Miteinander treten vor allem in den Klassen 7 oder 8 auf. Die Schülerinnen und Schüler geraten auf ihren unterschiedlichen Wegen zu einem stabilen Ich in Konflikte mit Mitschülern, eine in den unteren Klassen noch vorhandene Wir-Identität muss manchmal erst wiederhergestellt werden.
Eine Hilfe dazu sind Kooperationstage in Tagungsräumen außerhalb der Schule, in denen Wahrnehmungsschulung, die Kommunikation und der rücksichtsvolle Umgang miteinander im Mittelpunkt stehen.

Klasse 9

Erfahrungen im Ausland sammeln unsere Schüler bei Austauschprogrammen oder Sprachreisen.

  • Frankreich: Austausch mit dem Collège Jean-Paul Laurens Ayguesvives bei Toulouse
  • Spanien: Austausch mit der Schule Mare de Déu dels Ángel in Barcelona
  • England: Sprachreise mit Aufenthalt in Gastfamilien
  • China (Klasse 11): Austausch mit der Highschool 12 und der Highschool 101 in Peking

Unsere Schülerinnen und Schülern lernen dabei, sich in fremden Kulturen zurechtzufinden, sich an andere Lebensweisen zu gewöhnen, sich andere Perspektiven anzueignen.

Klasse 10

Das Sozialpraktikum, auch compassion-Initiative genannt, ist ein Projekt sozialen Lernens. Ausgangspunkt für die Entscheidung soziales Lernen zu fördern, ist es, der allgemein beklagten Schwächung der sozialen Kompetenz entgegenzuwirken. Die Schülerinnen und Schüler sollen während zweier Wochen die Gelegenheit erhalten über den Unterricht hinaus in ihrem gesellschaftlichen Umfeld wertvolle Erfahrungen bei der Übernahme von sozialer Verantwortung zu machen. So wollen wir ihre sozialen Handlungsmöglichkeiten fördern. Das Projekt wird im Unterricht begleitet, so dass Unterricht und Praktikum sich sinnvoll ergänzen können. Ziel ist die Förderung sozialverpflichtender Haltungen wie Solidarität, Kooperation und Kommunikation mit Menschen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

In einer Zukunftswerkstatt, drei haben bisher stattgefunden, können alle Mitglieder der Schulgemeinschaft, neue Ideen in die Gestaltung des Schullebens, die Verbesserung der Atmosphäre, die Zukunft des Stiftsgymnasiums einbringen.
Schülerinnen und Schüler beteiligen sich damit aktiv an der Schulentwicklung.

SMV, Elternbeirat und Schulkonferenz haben sich darauf geeinigt, dass jeder Schüler, jede Schülerin einmal in der Schulzeit die Möglichkeit haben sollte, an einer Zukunftswerkstatt teilzunehmen. Die Zukunftswerkstatt sollte alle 3-5 Jahre stattfinden.

SaS = Schule als Staat

Zum fünften Mal organisierte 2016 die SMV SaS (Schule als Staat). Das Projekt findet regelmäßig im Abstand von etwas drei Jahren statt. Das Stiftsgymnasium verwandelt sich für einige Tage in einen „Staat“ mit Präsident, Regierung, Parlament, Betrieben, einer Währung, einer Hymne und einer Flagge.
Die Schülerinnen und Schüler erleben handelnd, was es heißt, in einer Gemeinschaft zu leben und sie zu gestalten.

Der alljährliche Wintersporttag (Skifahren, Schlittschuhlaufen, Curling, Wandern) wird von der SMV organisiert. Schülerinnen und Schüler lernen dadurch, wie wertvoll (und mühsam!) es ist, für andere etwas zu organisieren, für die Teilnehmer ist es ein Erlebnis der Gemeinsamkeit.