Es ist jedes Schuljahr das gleiche Bild: Irgendwo bleibt eine Jacke liegen, dort verwaist ein einzelner Turnschuh, und die Brotdose vermisst ihre Besitzer. Über die letzten Wochen und Monate hat sich bei uns in der Schule wieder ein riesiger Berg an Fundsachen angesammelt. Trotz mehrfacher Erinnerungen wurden viele dieser Dinge nicht abgeholt.
Weil unsere Fundstation aus allen Nähten platzte, beschlossen wir, Platz für Neues zu schaffen und gleichzeitig etwas Gutes zu tun.
Einige fleißige Schüler*innen packten tatkräftig mit an. Gemeinsam verpackten und sortierten wir die Berge an Kleidung, Taschen und Schuhen. Am Ende war das Ergebnis beeindruckend – und auch ein bisschen erschreckend: Wir hatten fünf Säcke prall gefüllt, sodass sie beim Tragen aussahen wie die Säcke vom Nikolaus!
Die Kinder zeigten vollen Körpereinsatz und trugen die schweren „Nikolaussäcke“ quer über den Schulhof bis zu Frau Fischers Auto. Der Kofferraum war bis oben hin voll.


Frau Fischer brachte die Fundstücke im Anschluss direkt zum Fairkauf der Caritas nach Böblingen. Dort werden die gut erhaltenen Sachen gewaschen und im Caritaszentrum Böblingen für wenig Geld angeboten. So bekommen die vergessenen Kleidungsstücke ein zweites Leben, und das Projekt unterstützt Menschen, die es dringend gebrauchen können. Ein tolles Happy End für unsere Fundsachen!


Ein kleiner Appell für die Zukunft: Bitte beschriftet die Kleidung, Vesperdosen und Sportbeutel mit Namen. So können verloren gegangene Dinge viel schneller wieder an ihre rechtmäßigen Besitzer*innen zurückgegeben werden. Auch vermeintlich entwendete Dinge könnten in den Fundkisten wiedergefunden werden. Also einfach immer wieder nachschauen, ob dort etwas liegt, was man vermisst.
Ein riesiges Dankeschön an alle Kinder, die so fleißig gepackt und geschleppt haben.
Text und Bilder: Michelle Fischer
