Wettbewerbsvorbereitungen und Internationale Kontakte – Das Girlscamp in Breslau

25. Mai 2026

Um in einem Informatik Contest gute Ergebnisse zu erzielen, muss man nicht nur programmieren können. Auch logisches Denken, fehlerfreies Arbeiten und die richtige Strategie, an die Aufgaben heranzugehen, spielen eine Rolle. All diese Fähigkeiten konnten wir beim Internationalen Girlscamp in Polen in üben. Der Lehrgang wird nun schon zum vierten Mal gemeinsam von Polen, der Schweiz und Deutschland ausgerichtet und seit diesem Jahr ist auch Österreich dabei. Dieses Mal fand der Lehrgang vom 20. bis zum 26. April 2026 in Breslau statt. Während dieser Woche ging es vor allem darum, für die anstehende Girls‘ Olympiad in Informatics zu üben, aber neben den Teams für den Wettbewerb, durften auch einige andere vielversprechende Talente am Lehrgang teilnehmen.

Um all die Fähigkeiten zu üben, die man für einen Wettbewerb braucht, haben wir jeden Tag einen Übungscontest geschrieben. „Contest“ bedeutet dabei, dass wir fünf Stunden Zeit hatten, um in vier Aufgaben möglichst viele Punkte zu erzielen. Dafür schreiben wir Programme, die eine bestimmte Aufgabenstellung bearbeiten sollen. Wenn wir der Meinung sind, dass das Programm funktioniert, können wir es auf einer Webseite hochladen, die dann automatisch überprüft, ob das Programm richtige Ergebnisse liefert und wie schnell das Programm ist. Nur wenn das Programm für alle Tests die korrekte Antwort liefert und dabei immer schneller als eine bestimmte Zeitgrenze ist, bekommt man die volle Punktzahl für die Aufgabe. Da die Aufgaben jedoch oft sehr schwierig sind, sind die Aufgaben nochmal in sogenannte Subtasks unterteilt. Wenn man eine dieser Teilaufgaben löst, bekommt man dafür schon einen Teil der Punkte. Die Subtasks basieren immer auf der vollständigen Aufgabe, haben aber eine Einschränkung, die es einfacher macht, die Aufgabe zu lösen.

Vier von den fünf Contests haben wir, wie es auch bei der EGOI sein wird, alleine geschrieben, aber einer der Contests durfte im Team bearbeitet werden. Dadurch konnten wir uns gegenseitig unterstützen und voneinander lernen.

Damit wir möglichst viel aus den Contests mitnehmen konnten, wurden im Nachhinein immer die Lösungen zu den Aufgaben besprochen. Zum Teil haben das die Betreuer*innen übernommen, zum Teil haben aber auch andere Teilnehmerinnen ihre Lösungen vorgestellt.

Neben dem Programmieren hatten wir auch viel Zeit, um einander kennenzulernen und internationale Kontakte zu knüpfen. Dafür gab es zunächst einige Freizeitangebote: Wir waren zum Beispiel in der Jahrhunderthalle, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, haben eine Stadt-Ralley gemacht und ein historisches 360° Gemälde angeschaut. Außerdem wurden die Abende immer genutzt, um gemeinsam Spiele zu spielen.

Während des Camps habe ich sehr viel gelernt und wir hatten viele gemeinsame Erlebnisse. Ich habe Freunde wieder getroffen und neue Freundschaften geknüpft. Daher möchte ich mich herzlich bei allen, die dieses Camp möglich gemacht haben, bedanken! Danke an die Organisationen des Camps, unsere Coaches, die uns begleitet haben, und an den Bwinf und die Sponsoren des Camps für die Finanzierung der Anfahrt und der Unterbringung. Das Camp war eine wunderbare Erfahrung und ich hoffe, auch nächstes Jahr wieder dabei sein zu dürfen.

Text: Martha Krebbel (J1)

Bilder: Bwif

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