Würth Bildungspreis: Der große Präsentationstag

11. Juni 2026

Ein Jahr Arbeit und am Ende bleiben gerade einmal 20 Minuten, um alles zu erzählen…

Genau vor dieser Herausforderung standen wir am 10. Juni 2026, als wir unser Tiny-Forest-Projekt im Hospitalhof in Stuttgart der Jury des Würth Bildungspreises präsentieren durften. Nach Monaten voller Planung, Pflanzaktionen, Sponsorengespräche, Zwischenberichte und unzähliger AG-Treffen sollte nun deutlich werden, was aus unserer Idee geworden war.

Geprobt wurde vorher natürlich auch. Vieles lief inzwischen einfach: Wir wussten, wer wann dran war, die Übergänge funktionierten und wenn irgendwo etwas hakte und wir halfen uns gegenseitig weiter. Gerade daran merkte man, was sich im Laufe des Jahres verändert hatte. Aus Fünftklässler*innen, Sechstklässler*innen und Abiturient*innen, die zunächst einfach gemeinsam an einem Projekt gearbeitet hatten, war tatsächlich eine Gruppe geworden, die sich aufeinander verlassen konnte.

Anders als bei der Kick-off-Veranstaltung präsentierten wir diesmal nicht vor den anderen Projektgruppen, sondern nur vor der Jury. Das war dann doch noch einmal eine andere Situation – und ein bisschen Nervosität gehörte natürlich dazu.

Auch der Aufbau auf der Bühne war ein anderer als ein Jahr zuvor. Beim Auftakt hatten unsere Fünft- und Sechstklässler*innen noch in einem angedeuteten Klassenzimmer gesessen. Das passte damals: Der Tiny Forest existierte schließlich nur in unseren Köpfen und auf dem Papier. Jetzt waren die normalen Stühle verschwunden. Die Schüler*innen saßen auf Campingstühlen, um sie herum lagen und standen Dinge, die man im Wald gebrauchen kann. Denn diesmal mussten wir nicht mehr erzählen, was wir irgendwann einmal vorhatten. Der Tiny Forest war inzwischen tatsächlich da.

Also konnten wir auch zeigen, was im Laufe des Jahres passiert war: Fotos von der Pflanzaktion, von den Planungstreffen und von Begegnungen mit Sponsor*innen und Unterstützer*innen. Unser Logbuch war inzwischen ziemlich gut gefüllt, und sogar einige der kleinen Beschriftungsschilder von der Pflanzaktion hatten wir wieder eingepackt und mit nach Stuttgart genommen.

Auch Herr Lips war wieder dabei. Er hatte das Projekt von Seiten der Stadt Sindelfingen über das ganze Jahr begleitet und unterstützt – und diesmal bekam er gleich selbst eine Rolle in unserer Präsentation. Wir holten ihn auf die Bühne und interviewten ihn live.

Nach den 20 Minuten war allerdings noch nicht ganz Schluss. Die Jury hatte einige Fragen und nahm sich dafür auch Zeit. Dabei wurde deutlich, dass sie unser Projekt sehr genau verfolgt hatte und an einigen Stellen noch genauer wissen wollte, wie wir vorgegangen waren und was wir uns für die Zukunft vorgenommen hatten.

Als wir schließlich die Bühne verließen, fiel erst einmal die Anspannung ab. Wir wussten natürlich nicht, wie die Jury unsere Präsentation bewerten würde. Aber wir hatten in diesen 20 Minuten untergebracht, was uns wichtig war – und gezeigt, was aus einer Idee innerhalb eines Jahres geworden war.

Und dann begann das Warten.

Knapp zwei Wochen später sollte sich zeigen, wie die Jury entschieden hatte

Text und Bilder: StiftsGrün-AG

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